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Pflanzendoktor · RosenAktualisiert am 2. November 2026

Rosenkrankheiten erkennen: Bilder, Ursachen und was hilft

Schwarze, sternförmig ausgefranste Flecken auf den Blättern sind Sternrußtau, ein weißer, mehliger Belag ist Echter Mehltau, orange Pusteln auf der Blattunterseite sind Rosenrost. Alle drei überwintern auf dem abgefallenen Laub. Laub aufsammeln und robuste Sorten mit ADR-Zeichen pflanzen beugt ihnen vor.

Monatsrose aus Vilmorin’s Blumengärtnerei, 1896. Gemeinfrei.
Gesund

Einzelne eingerollte Blätter: Schwacher Befall durch die Rosenblattrollwespe ist harmlos. Zupf die Blätter ab.

Im Blick behalten

Weißer Belag, Läuse, fein gesprenkelte Blätter oder graue Knospen: Echter Mehltau, Blattläuse, Spinnmilben, Zikaden oder Grauschimmel. Schneid befallene Teile ab und achte auf Wetter und Standort.

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Schwarze Sternflecken, orange Pusteln oder rötlich-graue Blattflecken mit Blattfall: Sternrußtau, Rosenrost oder Falscher Mehltau. Sammel jedes kranke Blatt ein, auch vom Boden.

Bildvergleich

Wie sieht deine Rose aus?

Leg ein Blatt neben die Bilder. Jede Karte führt zu ihrer Ursache und dazu, was hilft.

Fotos über Wikimedia Commons, zugeschnitten: Clemson University, USDA Cooperative Extension Slide Series (CC BY 3.0 US), Jerzy Opioła (CC BY-SA 4.0), Steven Bodzin (CC BY 4.0), Natalka Ukraine (CC BY 4.0), James K. Lindsey (CC BY-SA 3.0), janetgraham84new (CC BY 2.0). Einzelnachweise unter den Quellen.

Pflanzendoktor

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Sternrußtau. Mehr dazu

  • Schwärzliche Flecken mit sternförmigem Rand, die Blätter vergilben und fallen ab.
  • Regnerisch-kühles Wetter fördert ihn.

Dein Plan

  1. Jetzt
    • Sammel kranke Blätter und das Falllaub ein und bring sie aus dem Garten.
    • Gieß unten, die Blätter bleiben trocken oder trocknen bis zur Nacht.
  2. Nächstes Jahr
    • Pflanz Rosen sonnig und windoffen.
    • Wähl für neue Rosen eine Sorte mit ADR-Zeichen.
Foto an den Doktor
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Sternrußtau: dunkle Flecken mit ausgefranstem Rand

Rosenblatt mit dunklen, ausgefransten Flecken
Sternrußtau an Rosenblättern. Foto: Clemson University, USDA Cooperative Extension Slide Series, CC BY 3.0 US.

Ab Juni oder Juli zeigen sich auf der Blattoberseite schwärzliche Flecken mit sternförmig ausgezacktem Rand. Die Blätter vergilben und fallen schon bei leichter Berührung ab, die Rose verkahlt von unten her. Am stärksten trifft es Rosen bei regnerisch-kühlem Wetter, auf mageren und auf mit Stickstoff überdüngten Böden. Wie stark, hängt sehr von der Sorte ab.

  1. Kranke Blätter abnehmen, auch das Falllaub, und aus dem Garten bringen. Der Pilz überwintert darauf.
  2. Unten gießen, so dass die Blätter trocken bleiben oder bis zur Nacht abgetrocknet sind.
  3. Rosen luftig, windoffen und sonnig pflanzen, neue Rosen als robuste Sorte wählen.
Im Blick behalten

Echter Mehltau: weißer, mehliger Belag

Junge Rosentriebe mit weißem, mehligem Belag
Echter Mehltau an jungen Rosentrieben. Foto: Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0.

Ein weißer Sporenbelag liegt auf den Blattoberseiten, jungen Trieben und sogar auf den Knospen. Später rollen sich die Blätter ein, vertrocknen und fallen früh ab. Der Pilz liebt sonniges Wetter mit Tau in der Nacht und überwintert auf Falllaub und befallenen Trieben. Viel Stickstoff macht Rosen anfälliger.

  1. Falllaub aufsammeln, befallene Triebe beim Frühjahrsschnitt herausschneiden und nicht kompostieren.
  2. Maßvoll düngen, wenig Stickstoff.
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Falscher Mehltau: rötliche bis graue Blattflecken

Rosenblatt mit rötlich-braunen Flecken und vergilbtem Rand
Falscher Mehltau an der Rose. Foto: Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0.

Auf den Blättern erscheinen rötliche oder bräunliche Verfärbungen, später graue bis schwarze Flecken, mitunter auch an jungen Trieben. Feuchtes Wetter und starke Temperaturschwankungen fördern ihn. Es helfen dieselben Schritte wie beim Sternrußtau.

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Rosenrost: orange Pusteln unter dem Blatt

Blattunterseite einer Rose mit vielen dunklen Rostpusteln
Rostpusteln auf der Blattunterseite im Herbst. Foto: Steven Bodzin, CC BY 4.0.

Ab Mai zeigen sich oben auf dem Blatt kleine gelbliche Flecken, unten gelbe bis orange Pusteln. Deren Sporen stecken weitere Blätter und Rosen an. Zum Herbst hin werden die Pusteln rotbraun bis schwarz. Das sind die Wintersporen, mit denen der Pilz auf dem Falllaub überwintert. Auch am Stängel kann er sitzen.

  1. Befallene Blätter abnehmen und vernichten, das Falllaub im Herbst aufsammeln.
Im Blick behalten

Grauschimmel: graue Knospen, rote Flecken

In feuchten Jahren bekommen Knospen und Triebspitzen einen grauen Belag, trocknen ein und fallen ab. Auch rote Flecken auf Blütenblättern, Trieben und Blättern stammen vom Grauschimmel. Schneid verblühte Blüten und eingetrocknete Knospen aus.

Im Blick behalten

Läuse, Spinnmilben und Zikaden

Helle Rosenzikade auf einem Blatt
Rosenzikade. Foto: James K. Lindsey, CC BY-SA 3.0.

Große Rosenblattlaus

Ab April saugen die bis zu 4 Millimeter großen Läuse an Blättern und Triebspitzen. Die Triebe verformen sich, kleben vom Honigtau, und Ameisen kommen dazu. Einzelne befallene Triebe spritzt du mit Wasser ab oder schneidest sie aus. Später halten Marienkäfer und Schwebfliegen sie oft ausreichend klein.

Spinnmilben

Ab Ende Mai zeigen die Blattoberseiten feine, nadelstichartige Sprenkel. Die nur einen halben Millimeter kleinen Milben sitzen unten am Blatt. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und fallen ab. Rechne mit ihnen bei trockenem Wetter an warmen, geschützten Plätzen. Befallene Blätter schneidest du ab und entsorgst sie im Hausmüll.

Rosenzikade

Die Blätter sind ähnlich gesprenkelt, die Punkte aber größer und weißlich. Unter dem Blatt sitzen die etwa 3 Millimeter langen, gelbgrünen Zikaden, die bei Berührung aufspringen und davonfliegen, und ihre abgestreiften weißen Larvenhäute. Sie mögen sonnige, heiße, trockene Lagen. Ihre Eier überwintern an den Trieben, ein Rückschnitt nimmt sie mit.

Gesund bis im Blick

Blattrollwespe und Triebbohrer

Eingerolltes Rosenblatt
Gerolltes Blatt. Foto: janetgraham84new, CC BY 2.0.

Rosenblattrollwespe. Im Frühsommer rollen sich Fiederblättchen röhrenförmig entlang der Mittelrippe nach unten ein. Darin wachsen helle Larven heran, die Ende Juni das Blatt verlassen und im Boden überwintern. Zupf gerollte Blätter ab, sobald du sie siehst. Schwacher Befall schadet der Rose kaum.

Rosentriebbohrer. Ab Mai welken einzelne Triebspitzen. Im Stängel ist das Mark über einige Zentimeter von weißen Larven ausgefressen. Schneid befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurück.

Vorbeugen

Gesunde Rosen von Anfang an

  1. Robuste Sorte. Rosen mit dem ADR-Zeichen sind auf ihre Widerstandskraft geprüft. Als Faustregel gilt: Je derber und glänzender das Laub, desto robuster die Rose.
  2. Sonnig und luftig. Rosen gedeihen am besten sonnig auf tiefgründigem Boden. Schattige oder feuchte Plätze meidest du.
  3. Neuer Platz für neue Rosen. Setz Rosen nicht dorthin, wo schon Rosen standen, sonst droht Bodenmüdigkeit mit Kümmerwuchs und wenig Blüten. Reifer Kompost oder tiefwurzelnde Gründüngung ein Jahr vorher verbessern den Standort.
  4. Im Herbst pflanzen. Der Boden ist dann noch warm, und die Rose bildet reichlich neue Wurzeln.
  5. Laub aufsammeln. Sternrußtau, Mehltau und Rost überwintern auf dem Falllaub.

Wie du Rosen im Herbst anhäufelst und über den Winter bringst, steht im Artikel Pflanzen winterfest machen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Rosenkrankheiten

Was sind die häufigsten Rosenkrankheiten?

Sternrußtau, Echter Mehltau und Rosenrost. Dazu kommen Falscher Mehltau und Grauschimmel.

Woran erkenne ich Sternrußtau?

An schwärzlichen Flecken mit sternförmig ausgezacktem Rand auf der Blattoberseite. Die Blätter vergilben und fallen ab.

Dürfen kranke Rosenblätter auf den Kompost?

Nein. Sternrußtau, Mehltau und Rost überwintern auf dem Laub, befallene Blätter und Triebe gehören aus dem Garten.

Warum hat meine Rose gelbe Blätter und verliert sie?

Oft steckt Sternrußtau dahinter: erst dunkle Flecken, dann gelbe Blätter, die bei Berührung abfallen. Auch Spinnmilben lassen Blätter vergilben und fallen, dann sind sie vorher fein gesprenkelt.

Was ist der weiße Belag auf meiner Rose?

Echter Mehltau. Er wächst bei sonnigem Wetter mit Tau in der Nacht und überwintert auf Falllaub und Trieben.

Was bedeutet das ADR-Zeichen?

Rosen mit dem ADR-Zeichen sind auf ihre Robustheit gegen die häufigsten Krankheiten getestet.

Warum rollen sich die Rosenblätter ein?

Röhrenförmig nach unten eingerollte Fiederblättchen im Frühsommer stammen von der Rosenblattrollwespe. Zupf sie ab, schwacher Befall ist harmlos.

Quellen

Quellen

  1. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Pflanzenschutzdienst: Rosen. Merkblatt. www.lksh.de/fileadmin/PDFs/Gartenbau/Rosen.pdf
  2. Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern: Rosen gesund erhalten. Hinweise für den Kleingärtner. Faltblatt, Stand 2023. www.lallf.de/fileadmin/media/PDF/Presse/Pressemeldungen/Falt…

Stich: Monatsrose aus Vilmorin’s Blumengärtnerei, 3. Auflage, Berlin 1896, gemeinfrei. Fotos über Wikimedia Commons: Sternrußtau (Clemson University, USDA Cooperative Extension Slide Series, CC BY 3.0 US), Echter Mehltau und Falscher Mehltau (Jerzy Opioła, CC BY-SA 4.0), Rosenrost (Steven Bodzin, CC BY 4.0), Rosenblattlaus (Natalka Ukraine, CC BY 4.0), Rosenzikade (James K. Lindsey, CC BY-SA 3.0), Rosenblattrollwespe (janetgraham84new, CC BY 2.0). Zugeschnitten.

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