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Garten-Wissen · HochbeetAktualisiert am 25. Oktober 2026

Hochbeet befüllen: die Schichten und wie viel Erde du brauchst

Ein Hochbeet befüllst du von grob nach fein. Ganz unten liegen Äste und Zweige, darauf Laub, Häckselgut oder umgedrehte Rasensoden, dann grober Kompost und obenauf feiner Kompost, zur Hälfte mit Erde gemischt. Bei einem Aufbau von rund einem Meter nehmen die Äste rund 40 Zentimeter ein, jede weitere Schicht etwa 20 Zentimeter. Wie viele Liter das bei deinem Beet sind, rechnet der Mengenrechner für dich aus.

Kohlrabi, Stich aus Vilmorin-Andrieux, „Les plantes potagères“. Gemeinfrei.
Was die Schichten leisten

Äste, Laub und Kompost verrotten im Beet langsam. Dabei geben sie über Jahre Nährstoffe frei, und die Rotte erzeugt Wärme, die den Wurzeln weiter unten zugutekommt. So wachsen im Hochbeet mehrere Jahre lang Starkzehrer, also Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf.

Mengenrechner

Wie viel Material passt in dein Hochbeet?

Gib die Innenmaße deines Hochbeets ein. Der Rechner teilt die Höhe auf die Schichten auf und zeigt dir, wie viele Liter du von jedem Material brauchst. Für Erde und Kompost aus dem Handel schlägt er zehn Prozent auf, weil sich lose Füllung setzt.

Innenmaße in Zentimetern

Miss innen, von Wand zu Wand und vom Boden bis zur Oberkante.

Wie willst du füllen?
Deine Füllung

Dein Hochbeet fasst 1.600 l, das sind 1,60 m³.

Querschnitt durch das Hochbeet mit den Schichten200 cm × 100 cm, innen16 cmFeinkompost + Erde320 l16 cmGrobkompost320 l16 cmLaub, Rasensoden320 l32 cmÄste und Zweige640 lWühlmausgitter, 15 cm an den Wänden hoch
SchichtHöheMenge
Feinkompost und Erde, halb und halb16 cm320 l
Grobkompost, angerottet16 cm320 l
Laub, Häckselgut, Grasschnitt oder Rasensoden16 cm320 l
Äste und Zweige, klein geschnitten32 cm640 l
Zusammen80 cm1.600 l

Was du besorgst

  • Äste, Zweige, Laub und Rasensoden holst du aus dem Garten. Tritt jede Schicht fest, damit wenig Hohlräume bleiben.
  • Kompost: 320 l grob und 160 l fein. Kaufst du ihn, bestell 530 l.
  • Erde: 160 l, beim Bestellen 180 l.
  • Wühlmausgitter: 2,3 × 1,3 m, damit es an jeder Wand 15 Zentimeter hochreicht.
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Hochbeet bepflanzen

Stell dein Hochbeet Reihe für Reihe zusammen und sieh, welche Gemüse sich nebeneinander vertragen. Der Jahresplan zeigt, was wann ins Beet kommt.

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Reihenfolge

Hochbeet befüllen, Schicht für Schicht

Stich einer Lauchstange mit Wurzeln und fächerförmig abstehenden Blättern
Lauch, Stich aus Vilmorin-Andrieux, „Les plantes potagères“. Gemeinfrei.

Bevor die erste Schicht hineinkommt, schützt du Boden und Wände. Dann füllst du von unten nach oben, vom groben zum feinen Material.

  1. Stell das Hochbeet an einen sonnigen Platz, am besten in Nord-Süd-Richtung. So nutzt es die Sonne voll aus.
  2. Leg den Boden mit einem Wühlmausgitter aus und zieh es an den Wänden etwa 15 Zentimeter hoch. Mäuse lieben die Wärme der Rotte. Steht das Beet auf Pflaster oder Beton, brauchst du kein Gitter.
  3. Kleide Holzwände innen mit Noppenfolie aus, die Noppen zeigen zum Holz. Die Folie schützt das Holz vor Nässe und hält die Erde feucht.
  4. Liegt das Beet auf schwerem Boden, kommt zuerst eine Drainageschicht aus Kies hinein.
  5. Füll Äste und Zweige ein, bis etwa die Hälfte der Höhe erreicht ist. Schneid sie klein und tritt sie immer wieder fest, damit wenig Hohlräume bleiben.
  6. Darauf folgen etwa 20 Zentimeter Laub, Häckselgut, Grasschnitt oder umgedrehte Rasensoden. Diese Schicht drückst du ebenfalls fest.
  7. Dann kommen etwa 20 Zentimeter grober, angerotteter Kompost.
  8. Zum Schluss füllst du etwa 20 Zentimeter Feinkompost ein, zur Hälfte mit Erde gemischt. Nach oben hin wird das Material immer feiner, den Abschluss bildet gesiebte Erde mit Kompost.

Welches Holz?

Lärche, Eiche und Douglasie halten lange, ganz ohne Holzschutzmittel. Die Mittel könnten in die Erde und ins Gemüse gelangen. Bretter sollten mindestens 2 bis 4 Zentimeter stark sein. Ab 1,70 Metern Länge stabilisierst du das Beet mit Gewindestangen oder zusätzlichen Pflöcken, damit die nasse Erde die Wände nicht nach außen drückt.

Ohne Schichten

Hochbeet ohne Schichten füllen

Ein Hochbeet muss nicht geschichtet sein. Flache Beete und Tischbeete füllst du ganz mit Substrat, weil der Schichtaufbau dort keinen Platz findet. Für ein 80 Zentimeter hohes Beet gibt es einen strukturstabilen Aufbau: unten 40 Zentimeter durchlässiges, mineralisches Material wie grober Sand oder Blähton, darauf 40 Zentimeter humusreiche Gartenerde, je nach Qualität mit Blumenerde ergänzt. Diese Füllung sackt kaum zusammen. Die Nährstoffe bringst du mit Dünger ein.

AufbauWas er dir bringtWas du einplanst
SchichtenRottewärme für eine frühere Ernte, Nährstoffe aus dem Beet selbst, Platz für Äste und Laub aus deinem Garten80 bis 100 Zentimeter Füllhöhe; nach drei bis vier Jahren auffüllen oder neu aufbauen
Substrat ohne Rottepasst in jedes Beet bis zum Tischbeet, kommt ohne eigenes Gartenmaterial aus, setzt sich kaumKosten für Substrat und Dünger, keine Rottewärme

Die höchsten Erträge bringt mit größerer Wahrscheinlichkeit der Schichtaufbau. Ist dir eine gleichbleibende Arbeitshöhe wichtiger, etwa in einem Beet für ältere Menschen, nimm den strukturstabilen Aufbau, der kaum absackt.

Wie viel Erde

Wie viel Erde braucht ein Hochbeet?

Das Volumen rechnest du aus Länge mal Breite mal Höhe, jeweils innen gemessen. Ein Beet von 2 Metern Länge, 1 Meter Breite und 80 Zentimetern Höhe fasst 1,6 Kubikmeter, also 1.600 Liter. Im Schichtaufbau kaufst du nur einen Teil davon: Äste, Laub und Rasensoden kommen aus dem Garten. Teilst du die 80 Zentimeter so auf wie der Rechner, ist die oberste Schicht 16 Zentimeter hoch. Das sind rund 320 Liter, davon die Hälfte Erde.

1.600 lfasst ein Beet von 200 × 100 × 80 cm
320 lFeinkompost und Erde in der obersten Schicht
+10 %beim Bestellen von Erde und Substrat

Füllst du das ganze Beet mit Substrat, bestellst du das volle Volumen plus zehn Prozent. Für das Beispiel sind das rund 1,8 Kubikmeter.

Nachfüllen

Hochbeet nachfüllen

Stich eines Inkarnatklee-Stängels mit länglichem Blütenkopf und dreizähligen Blättern
Inkarnatklee, Stich aus Vilmorin-Andrieux, „Album de clichés“, 1888. Gemeinfrei.

Die Rotte im Inneren lässt die Füllung Jahr für Jahr sacken. Den Feinkompost oben füllst du deshalb jedes Jahr nach. Nach drei bis vier Jahren ist ein geschichtetes Beet so weit zusammengefallen, dass du es mit organischem Material auffüllst oder neu aufbaust. Wie viele Liter du zum Auffüllen brauchst, zeigt der Rechner unter „nachfüllen“.

Ein passender Zeitpunkt ist der Spätsommer. Bevor du von Mitte August bis Ende September eine Gründüngung säst, füllst du bei Bedarf Substrat auf. Inkarnatklee etwa deckt die Erde über den Winter ab und liefert Stickstoff. Im März füllst du nach Bedarf ein weiteres Mal auf.

Ab dem zweiten Jahr braucht das Beet Dünger. Arbeite im Frühjahr 100 bis 200 Gramm Horngrieß je Quadratmeter ein, das sind ein bis zwei gehäufte Hände voll. Mulchst du mit frischem Grün, kommst du mit weniger Dünger aus.

Das erste Jahr

Was ins frisch befüllte Hochbeet kommt

Stich einer Tomatenpflanze mit Blättern und mehreren Früchten, daneben eine große gerippte Frucht
Tomate, Stich aus Vilmorin-Andrieux, „Les plantes potagères“. Gemeinfrei.

Im ersten Jahr setzt die frische Füllung große Mengen Stickstoff frei. Das ist die Zeit für Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Kohl, Lauch und Sellerie. Die Rottewärme ist jetzt am stärksten, deshalb setzt du wärmeliebende Arten wie Auberginen und Paprika als Hauptkultur. Radieschen und Möhren säst du davor im zeitigen Frühjahr, schnelle Salate füllen später die Lücken.

Mediterrane Kräuter mögen es mager. Sie ziehen erst ein, wenn sich die Füllung nicht mehr setzt und danach ein weiteres Jahr Gemüse im Beet stand. Oder sie bekommen ein eigenes Kräuterhochbeet mit Quarzsand, Gartenerde und ungedüngtem Kübelpflanzensubstrat.

Hochbeete brauchen mehr Wasser als Beete im Boden. Bei sommerlichem Hochdruckwetter rechnest du mit 3 Litern je Quadratmeter und Tag. Wie du die Arten kombinierst und was wann ins Beet kommt, planst du im Hochbeet-Planer. Welche Gemüse viel und welche wenig Nährstoffe brauchen, steht im Artikel Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer.

Woher wir das wissen

Woher wir das wissen

Grundlage sind Merkblätter von Gartenberatungen und Lehrmaterial aus der Gärtnerausbildung. Die Schichtdicken stammen aus der Hochbeet-Broschüre von „Natur im Garten“, der Gartenberatung des Landes Niederösterreich. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz hat mit dem Landesamt für Umwelt Schichtaufbau und reines Substrat gegenübergestellt. Den strukturstabilen Aufbau und den Zuschlag beim Bestellen beschreibt das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München in einer Unterrichtseinheit für angehende Gärtnerinnen und Gärtner. Die Hinweise zu Düngung, Gießen und Bepflanzung im ersten Jahr kommen von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim.

Wie dick sind die Schichten?

Die Angaben richten sich nach der Beethöhe. Die Broschüre von 2023 nennt für ein Beet von rund einem Meter 40 Zentimeter Äste und je etwa 20 Zentimeter Laub, Grobkompost und Feinkompost mit Erde. Eine Ausgabe für Tirol zeigt ein 120 Zentimeter hohes Beet mit 40 Zentimetern Zweigen und Laub, 15 Zentimetern Grassoden, 25 Zentimetern Laub und je 20 Zentimetern Kompost und Gartenerde. In einem 80 Zentimeter hohen Beet füllen die Äste die untere Hälfte, darüber liegen rund 20 Zentimeter Laub und Grünabfälle, dann grober Kompost und zum Abschluss gesiebter Oberboden mit Kompost.

So rechnet der Mengenrechner

Das Volumen ist Länge mal Breite mal Höhe. Im Schichtaufbau bekommen die Äste 40 Prozent der Höhe, Laub, Grobkompost und Feinkompost mit Erde je 20 Prozent, nach der Broschüre von 2023. Ohne Rotteschichten teilt er die Höhe hälftig in mineralisches Material und Gartenerde. Auf gekaufte Erde, gekauften Kompost und Substrat schlägt er zehn Prozent auf.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Befüllen

In welcher Reihenfolge befülle ich ein Hochbeet?

Von grob nach fein: zuerst Äste und Zweige, dann Laub, Häckselgut oder Rasensoden, dann Grobkompost und oben Feinkompost, zur Hälfte mit Erde gemischt. Darunter liegt ein Wühlmausgitter, das an den Wänden etwa 15 Zentimeter hochreicht.

Wie viel Erde brauche ich für ein Hochbeet?

Rechne Länge mal Breite mal Höhe, innen gemessen. Ein Beet von 200 × 100 × 80 Zentimetern fasst 1.600 Liter. Im Schichtaufbau kaufst du davon nur die Erde und den Kompost, wenn du keinen eigenen hast. Für lose Erde und Substrat bestellst du zehn Prozent mehr, als das Volumen ergibt.

Was kommt ganz unten ins Hochbeet?

Ein Wühlmausgitter und darauf Äste und Zweige, klein geschnitten und fest getreten. Auf schwerem Boden legst du vorher eine Schicht Kies als Drainage ein.

Kann ich ein Hochbeet nur mit Erde füllen?

Ja. Reine Substratfüllungen passen in jedes Beet bis zum Tischbeet und setzen sich kaum. Die Rottewärme fehlt dann, und die Nährstoffe gibst du mit Dünger dazu.

Wann muss ich ein Hochbeet nachfüllen?

Den Feinkompost oben füllst du jedes Jahr nach. Ein geschichtetes Beet ist nach drei bis vier Jahren so weit gesackt, dass du mit organischem Material auffüllst oder es neu aufbaust.

Was pflanze ich im ersten Jahr ins Hochbeet?

Starkzehrer wie Tomaten, Paprika, Kohl, Lauch und Sellerie, denn die frische Füllung gibt viel Stickstoff ab. Den Pflanzplan fürs ganze Jahr stellst du im Hochbeet-Planer zusammen.

Wie hoch und wie breit sollte ein Hochbeet sein?

Höchstens 1 bis 1,20 Meter breit, dann erreichst du die Mitte von beiden Seiten. Rund 80 Zentimeter Höhe reichen meist. Wer groß ist und im Stehen arbeitet, baut bis 100 Zentimeter hoch.

Weiterlesen
Quellen

Quellen

  1. „Natur im Garten“ Service GmbH im Auftrag des Landes Niederösterreich: Hochbeete einmal anders. Broschüre, Tulln, April 2023. www.naturimgarten.at/files/content/files/broschuere-hochbeet…
  2. Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz, Text DLR Rheinpfalz/Gartenakademie Rheinland-Pfalz: Hochbeete. Gärtnern auf Terrasse und Balkon. Reihe „Umweltschutz im Alltag“, August 2019. mkuem.rlp.de/fileadmin/14/Service/Publikationen/UiA-August_2…
  3. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB): Kulturführung und vegetationstechnische Arbeiten. Aufbau und Bepflanzung eines Hochbeetes, Teil 1. Umsetzungshilfe Berufsschule Gärtner/in, München 2022. www.isb.bayern.de/fileadmin/user_upload/Berufliche_Schulen/B…
  4. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG): Kräuter und Gemüse im Hochbeet. Faltblatt, 3. überarbeitete Auflage, Veitshöchheim 2021. www.lwg.bayern.de/mam/cms06/landespflege/dateien/lwg_ug_hoch…
  5. Land Niederösterreich, „Natur im Garten“, Anpassung Tiroler Bildungsforum: Pflanzen, Ernten & Genießen. Ausgabe der Stadt Innsbruck, November 2020. innsbruck.gv.at/_asset/f5014202-d6f1-4f0b-b7ef-bb823fb3181a

Kohlrabi, Lauch und Tomate aus Vilmorin-Andrieux, „Les plantes potagères“, Paris 1883/1904. Inkarnatklee aus Vilmorin-Andrieux, „Album de clichés“, 1888. Gemeinfrei, Scans über das Internet Archive, auf Petrol umgefärbt.