Wollläuse bekämpfen: weiße Flocken an Zimmerpflanzen
Weiße, wachsige Flocken in den Blattachseln, klebrige Blätter, darunter schwarzer Belag: Das sind Woll- oder Schmierläuse. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen die Pflanze. Absammeln, abwaschen und Nützlinge wie der Australische Marienkäfer helfen.
Einzelne weiße Flocken: Absammeln oder den befallenen Trieb abschneiden und die Pflanze alle paar Tage kontrollieren.
Viele Flocken, klebriger Honigtau, schwarzer Rußtau: Abwaschen, wiederholen und Nützlinge einsetzen.
Pflanze über und über befallen: Eine stark befallene Pflanze trennst du besser ab, bevor die Läuse auf andere wandern.
Im Jahreslauf: In Wohnung und Wintergarten leben alle Stadien das ganze Jahr nebeneinander. Ein Weibchen legt 100 bis 200 und mehr Eier in einen watteartigen Eisack.
Wolllaus, Schildlaus oder Weiße Fliege?
Mehrere Schädlinge bilden Wachs und klebrigen Honigtau. Schau unter das Wachs, bevor du handelst.
Jetzt handelnOval, gegliedert, weißes WachsWoll- oder Schmierlaus
Jetzt handelnWatteartige Flocken auf dem BlattEisäcke und Läuse an einer Clivie
Im Blick behaltenBraune oder graue HöckerSchildläuse
Im Blick behaltenFliegen beim Berühren aufWeiße Fliege
Fotos: Katja Schulz (CC BY 2.0), Sinikka Halme (CC BY-SA 4.0), Whitney Cranshaw, Colorado State University (CC BY 3.0 US), Tashkoskim (CC BY-SA 4.0), über Wikimedia Commons, zugeschnitten.
Unsicher? Zeig dem Doktor dein Foto.
Blattachseln und Triebe fotografieren und einen Befund mit Handgriffen bekommen. Drei Fragen am Tag sind frei.
Was sitzt unter dem Wachs?
Zwei Fragen zu deiner Pflanze. Der Check nennt den wahrscheinlichen Täter und deinen Plan.
Im Blick behalten
Wollläuse im Anfang. Sammel sie ab. Mehr dazu
- Weiße, wachsige Flocken in Blattachseln und an Trieben sind Woll- oder Schmierläuse.
Dein Plan
- Heute
- Sammel Läuse und Eisäcke ab oder schneid den Trieb heraus.
- Wasch hartlaubige Pflanzen mit Wasser ab, weichlaubige vorsichtig.
- Alle paar Tage
- Wiederhol das Abwaschen und kontrollier Pflanze, Topf und Stäbe.
Kommt baldDie Rankwerk-App erinnert dich an jede Kontrolle. Im Beet-Geflüster erfährst du, wann sie startet.
Woran du Wollläuse erkennst

Wollläuse, auch Schmierläuse genannt, sind kleine, weiche Insekten mit einer Wachsschicht. Die Weibchen sind flügellos, oval und deutlich gegliedert, ältere tragen Wachsfäden am Rand. Die Männchen haben Flügel und sind kaum zu sehen.
Sie sitzen gern versteckt: im Herz der Pflanze, in Blattachseln, an Stängeln nahe der Erde, einige Arten sogar an den Wurzeln. Frisch geschlüpfte Larven sind gelb, orange oder rosa, noch ohne Wachs und wandern umher, bevor sie sich festsaugen.
- Schadbild
- klebriger Honigtau, schwarzer Rußtau darauf, langsames Wachstum, Blätter fallen
- Wo
- Zimmerpflanzen, Kakteen, Zitrus, Hibiskus und viele mehr
- Was hilft
- absammeln, abwaschen, Nützlinge
Wollläuse ohne Gift loswerden
- Absammeln oder abschneiden: Einzelne Läuse und Eisäcke entfernst du von Hand oder schneidest den Trieb heraus.
- Abwaschen: Hartlaubige Pflanzen wäschst du mit Wasser ab, weichlaubige vorsichtig. Ein kräftiger Wasserstrahl, alle paar Tage wiederholt, dünnt große Kolonien aus.
- Weiter kontrollieren: Schau Pflanze, Topf und Stäbe regelmäßig nach.
- Maßvoll düngen: Zu viel Stickstoff treibt junge Triebe, an denen Wollläuse am liebsten Eier ablegen.
Die Wachsschicht und ihre Verstecke schützen Wollläuse vor Spritzmitteln. Breit wirkende Insektenmittel töten zudem die Gegenspieler. Pflanzenschutzmittel für Wohnung und Garten brauchen eine Zulassung für nichtberufliche Anwender.
Nützlinge gegen Wollläuse

Gegen Wollläuse an Zimmerpflanzen setzt du Florfliegenlarven oder den Australischen Marienkäfer Cryptolaemus montrouzieri aus. Draußen helfen Schlupfwespen, Marienkäfer, Florfliegen und Spinnen, wenn du sie schonst.
Welcher Helfer bei deiner Temperatur arbeitet und wie viele du brauchst, rechnet der Nützlingsberater für Wollläuse aus.
Damit keine Wollläuse einziehen
- Prüf neue Pflanzen gründlich, bevor sie zu den anderen kommen.
- Schau regelmäßig in Blattachseln, ins Herz und an den Stängelgrund.
- Dünge maßvoll mit Stickstoff.
Welcher Helfer passt?
Temperatur eintragen, und du siehst, ob Marienkäfer oder Florfliegen jetzt arbeiten und wie viele du brauchst.
Zum NützlingsberaterNützlinge aus dem Rankwerk-Netz
Australische Marienkäfer und Florfliegenlarven, frisch geliefert, wenn deine Pflanze sie braucht.
Kommt baldEin anderer Täter?
Spinnmilben, Thripse, Schildläuse, Trauermücken: alle Plagegeister an Zimmerpflanzen mit Bildern.
Zum Schädlings-AtlasHäufige Fragen zu Wollläusen
Was sind die weißen Flocken an meiner Pflanze?
Meist Woll- oder Schmierläuse mit ihrer Wachsschicht und ihren watteartigen Eisäcken. Auch wollige Blattläuse, Schildläuse und Weiße Fliegen bilden Wachs; schau unter das Wachs.
Was hilft gegen Wollläuse?
Absammeln oder befallene Triebe abschneiden, die Pflanze abwaschen und das alle paar Tage wiederholen. Bei stärkerem Befall Florfliegenlarven oder Australische Marienkäfer.
Woher kommen Wollläuse?
Sie kommen mit befallenen Pflanzen ins Haus, deshalb prüfst du neue Pflanzen gründlich. Die frisch geschlüpften Larven sind beweglich.
Sind Wollläuse und Schmierläuse dasselbe?
Ja, beide Namen meinen die Familie der Schmierläuse, Pseudococcidae.
Warum ist meine Pflanze klebrig?
Wollläuse scheiden beim Saugen Honigtau aus. Darauf wächst oft schwarzer Rußtau, und Ameisen kommen zum Naschen.
