Blutlaus am Apfelbaum: weiße Wolle, rote Läuse, dicke Triebe
Weiße, wollige Flocken an Trieben und Schnittwunden des Apfelbaums verbergen die Blutlaus: darunter sitzen rötliche Läuse von etwa 2 Millimetern. Ohrwürmer, Marienkäfer, Florfliegen und vor allem die Blutlaus-Zehrwespe halten sie in Schach, wenn genug von ihnen da sind. Dazu kommen Bürste, Schere und ein ruhiger Schnitt.
Wenige Kolonien im Sommer: Im Sommer geht die Zahl meist zurück.
Weiße Wolle an Schnittwunden und Kurztrieben: Abbürsten oder abspülen, Ohrwürmer fördern.
Knotig verdickte, aufgerissene Triebe: Stark befallene Stellen herausschneiden, bevor Pilze eindringen.
Im Jahreslauf: Die Läuse überwintern ohne Wachs in Rindenrissen und im Oberboden an den Wurzeln. Ab April werden die Kolonien wieder sichtbar. Im Sommer fliegen geflügelte Tiere zu anderen Apfelbäumen, die Zahl geht zurück und steigt im Herbst wieder an.
Was siehst du an deinem Apfelbaum?
Eine Frage. Der Check nennt den Befund und deinen Plan.
Im Blick behalten
Blutlaus-Kolonien. Mehr dazu
- Unter der weißen Wolle sitzen rötliche Läuse von etwa 2 mm.
Dein Plan
- Heute
- Bürste die Kolonien mit einer Stahlbürste ab oder spül sie ab.
- Diese Woche
- Häng mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe in die Krone, Ohrwürmer fressen Blutläuse.
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Blutlaus erkennen
Die Blutlaus ist etwa 2 Millimeter groß und rötlich. Sie scheidet weiße Wachsfäden aus, die einen wolligen Belag bilden; erst darunter siehst du die gesellig lebenden roten Tiere. Sie saugt an Trieben und Ästen, gern an Kurztrieben und rund um Schnittwunden. Hauptwirt ist der Apfel, seltener andere Rosengewächse.
Durch das Saugen schwellen die Triebe knotig an, der sogenannte Blutlauskrebs. Die Rinde reißt auf, und Pilze wie der Obstbaumkrebs dringen ein. Bei starkem Befall sterben die Triebe oberhalb ab, junge Bäume trifft es besonders. Die Blutlaus liebt Wärme, Spaliere in geschützten Lagen sind oft stärker befallen.
- Anfällig
- Cox Orange, Gloster, Weißer Klarapfel, Boskoop, James Grieve, Goldparmäne; Unterlagen M9 und M27, kaum MM106
- Was hilft
- abbürsten oder abspülen, stark befallene Stellen ausschneiden, Ohrwürmer fördern
Bürste, Schere, ruhiger Schnitt
- Abbürsten: Befallene Rindenpartien mit einer Stahlbürste gründlich abschrubben. An stärkeren Zweigen einzelner Bäume kannst du die Kolonien auch abspülen.
- Ausschneiden: Stark befallene Stellen herausschneiden.
- Austriebe entfernen: Stamm-, Wurzel- und Stockausschläge abnehmen.
- Ruhig schneiden: Fachgerecht schneiden, keine Zapfen stehen lassen, keinen starken Rückschnitt, Stickstoff sparsam geben.
Spritzmittel lässt du im Hausgarten weg, sie treffen die Gegenspieler, auf die es ankommt.
Ohrwurm und Blutlaus-Zehrwespe
Marienkäfer, Florfliegen und vor allem die Blutlaus-Zehrwespe halten den Befall in Schach, wenn sie in ausreichender Zahl da sind. Ohrwürmer sind ebenfalls wichtige Feinde der Blutlaus. Häng mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe in die Krone, dann ziehen sie ein.
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Was hilft gegen Blutläuse am Apfelbaum?
Kolonien abbürsten oder abspülen, stark befallene Stellen herausschneiden und Ohrwürmer mit holzwollegefüllten Töpfen in der Krone fördern.
Woran erkenne ich die Blutlaus?
An weißen, wolligen Flocken an Trieben und Schnittwunden. Darunter sitzen rötliche Läuse von etwa 2 Millimetern.
Was ist Blutlauskrebs?
Knotige Verdickungen an Trieben, die durch das Saugen entstehen. Die Rinde reißt auf, und Pilze können eindringen.
Welche Apfelsorten sind anfällig für Blutläuse?
Cox Orange, Gloster und Weißer Klarapfel, dazu Boskoop, James Grieve und Goldparmäne.
Wo überwintert die Blutlaus?
Ohne Wachs in Rindenrissen an den Zweigen und im Oberboden an den Wurzeln. Ab April sind die Kolonien wieder zu sehen.
