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Pflanzendoktor · RasenAktualisiert am 7. November 2026

Wiesenschnake im Rasen: Larven erkennen und loswerden

Im Frühjahr stirbt der Rasen an einzelnen Stellen ab, Stare und Krähen picken darin herum: Darunter fressen die grauen, beinlosen Larven der Wiesenschnake an den Wurzeln. Sie schlüpfen im Spätsommer und fressen bis in den Juli. Absammeln, eine dichte Narbe und Nematoden im warmen Boden helfen.

Wiesenschnake, Tipula paludosa. Foto: Janet Graham, CC BY 2.0, zugeschnitten.
Gesund

Braungraue, behaarte Larve von etwa 1,6 cm: eine Haarmücke. Ihre Fraßzeit ist so kurz, dass sich Bekämpfen meist nicht lohnt.

Im Blick behalten

Herbst nach nassem Spätsommer: Mach die Salzwasserprobe und sammel Larven bei feuchtem Wetter ab.

Jetzt handeln

April und Mai, braune Stellen, viele graue Larven: Lücken nachsäen, Narbe pflegen, bei Bodentemperaturen über 12 °C Nematoden gießen.

Im Jahreslauf: Eiablage im August und September, die Larven fressen von September bis Juli, die Schäden zeigen sich meist im April und Mai. Im Juli verpuppen sie sich in etwa 10 Zentimetern Tiefe.

Bildvergleich

Welche Larve sitzt in deinem Rasen?

Vier Larven fressen unter der Grasnarbe an den Wurzeln. Leg deinen Fund neben die Bilder.

Fotos: J.claude (CC BY-SA 3.0), Hedwig Storch (CC BY-SA 3.0), Mitumial (CC0), über Wikimedia Commons, zugeschnitten. Zeichnung: Rankwerk.

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Wie sieht die Larve aus?
Welche Jahreszeit ist gerade?
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Im Blick behalten

Wiesenschnake. Die Larven sind noch jung und fressen bis in den Juli. Mehr dazu

  • Graue, beinlose, runzelige Larven von 3 bis 4 cm sind Wiesenschnaken-Larven.
  • Sie schlüpfen im Spätsommer und fressen von September bis Juli.

Dein Plan

  1. Jetzt
    • Mach die Salzwasserprobe, um zu sehen, wie viele Larven im Rasen sitzen.
    • Sammel Larven bei feuchtem Wetter ab.
  2. Frühjahr
    • Bei Temperaturen über 12 °C kannst du Nematoden der Art Steinernema feltiae gießen.
  3. Nächstes Jahr
    • Halt die Narbe dicht und säe Lücken mit einer konkurrenzstarken Mischung nach.

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Erkennen

Woran du Wiesenschnaken-Larven erkennst

Zeichnung einer Wiesenschnaken-Larve
Zeichnung nach der Beschreibung in Quelle 1.

Die Larven werden 3 bis 4 Zentimeter lang, sind grau, nackt, runzelig und haben keine Beine. Am Hinterende sitzt eine Zeichnung, das „Teufelsgesicht“. Unter der Lupe ist sie gut zu sehen.

Die erwachsene Wiesenschnake heißt im Volksmund auch Schuster. Sie legt ihre Eier im August und September in den Rasen, nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die Larven. Sie fressen an oberflächennahen Wurzeln und Sprossen.

Schadbild
Rasen stirbt an Stellen ab, meist im April und Mai; Krähen und Stare graben nach den Larven
Warum
feuchter Spätsommer, milde Winter; Trockenheit lässt viele Larven sterben
Was hilft
absammeln, Narbe pflegen, nachsäen, Nematoden über 12 °C
Gesund

Haarmücke: kurz da, meist harmlos

Larve der Haarmücke
Larve der Märzfliege, einer Haarmücke. Foto: J.claude, CC BY-SA 3.0.

Die Larven der Haarmücke werden etwa 1,6 Zentimeter lang, sind braungrau, behaart und ohne Beine. Sie fressen von Juli bis April an Wurzeln, Schäden zeigen sich im März und April. Ihre schädliche Fraßzeit bis zur Verpuppung ist so kurz, dass sich eine Bekämpfung meist nicht lohnt.

Selbst prüfen

Die Salzwasserprobe

Mit Salzwasser holst du die Larven aus einem Stück Rasen. Mit derselben Methode wird im Grünland jedes Jahr der Befall gemessen.

  1. Rühr eine gesättigte Salzlösung an: 2 Kilogramm Salz in 10 Liter Wasser. Eine Kartoffelscheibe schwimmt darin.
  2. Stich an der verdächtigen Stelle eine Rasensode aus.
  3. Leg die Sode für etwa 30 Minuten ins Salzwasser.
  4. Zähl die Larven, die an der Oberfläche schwimmen.

Im Grünland gelten 300 Larven je Quadratmeter im Herbst und 100 im Frühjahr als Schadschwelle.

Was hilft

Wiesenschnaken-Larven natürlich loswerden

  1. Absammeln: Sammel die Larven bei feuchtem Wetter ab.
  2. Vögel lassen: Stare und Möwen fressen die Larven.
  3. Nematoden: Steinernema feltiae wirkt bei Temperaturen über 12 °C, erfasst aber nur einen Teil der Larven. Ob es bei dir warm genug ist, zeigt der Nützlingsberater für Wiesenschnaken.
  4. Nachsäen: Kahle Stellen mit einer konkurrenzstarken Mischung nachsäen und die Narbe regelmäßig pflegen.
Nächstes Jahr

Ein Rasen, in dem die Larven es schwer haben

  1. Halt die Narbe dicht. Lückige, konkurrenzschwache Bestände nutzen der Wiesenschnake.
  2. Prüf nach einem nassen Spätsommer im Herbst mit der Salzwasserprobe.
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Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Wiesenschnake

Sind Wiesenschnaken schädlich?

Schaden machen die Larven. Sie fressen von September bis Juli an den Wurzeln im Rasen, die Schäden zeigen sich meist im April und Mai.

Wie sehen Wiesenschnaken-Larven aus?

3 bis 4 Zentimeter lang, grau, nackt, runzelig und ohne Beine, mit einem „Teufelsgesicht“ am Hinterende.

Was hilft gegen Wiesenschnaken-Larven im Rasen?

Bei feuchtem Wetter absammeln, kahle Stellen nachsäen und die Narbe pflegen. Nematoden der Art Steinernema feltiae wirken über 12 °C, erfassen aber nur einen Teil der Larven.

Warum picken Stare und Krähen im Rasen?

Sie suchen Larven. Wiesenschnaken-Larven ziehen Krähen und Stare an, die den Rasen dabei zusätzlich aufreißen.

Wann schlüpfen die Larven der Wiesenschnake?

Die Schnaken legen ihre Eier im August und September, zwei bis drei Wochen später schlüpfen die Larven.

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Quellen

  1. Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Pflanzenschutzdienst: Pflanzenschutz im Rasen. Merkblatt, Abschnitt Tierische Schädlinge. www.lksh.de/fileadmin/PDFs/Gartenbau/Pflanzenschutz_im_Rasen…
  2. Klein, Nils (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein): Tipulalarvenermittlung durch die Salzwassermethode. Bauernblatt Schleswig-Holstein, 27. November 2021, S. 36–37. www.lksh.de/fileadmin/PDF_Downloadcenter/Bauernblatt/2021/BB…
  3. Pfeil, Wolfgang (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein): Kammermonitoring: Nur wenig Wiesenschnakenbefall gemessen. Bauernblatt Schleswig-Holstein, 30. November 2019, S. 22–24. www.lksh.de/fileadmin/PDF_Downloadcenter/Bauernblatt/2019/BB…

Fotos über Wikimedia Commons: „Tipula paludosa, Trawscoed, North Wales, Aug 2015“ von Janet Graham (CC BY 2.0); „Bibio marci-larve“ von J.claude (CC BY-SA 3.0); „Engerling 2327“ von Hedwig Storch (CC BY-SA 3.0); „PXLDrahtwurm“ von Mitumial (CC0). Alle Fotos zugeschnitten. Zeichnung der Larve: Rankwerk.

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